Hechtruten Test | Tipps bei der Rutenwahl

Wichtig beim Hechtruten Test: Bei kaum einem anderen Fisch gibt es so viele unterschiedliche Fangmethoden. Jede Fangmethode braucht seine eigene Rute. Es gibt jedoch einige Hechtruten, die mehrere Methoden abdecken. Welche das sind und welche wir dir empfehlen erfährst du in diesem Beitrag.

Was muss eine Hechtrute können?

Der Hecht ist ein aggressiver Kämpfer. Hat man einen kapitalen Hecht an der Rute wird man das sehr schnell merken. Daher braucht man Hechtruten, die starke Belastungen aushalten und dennoch steif genug sind zum Auswerfen.

Beim Hechtangeln kommen meistens Köder wie Wobbler, Gummifische, Jerkbaits, Spinner, Blinker oder Köderfische zum Einsatz. Dabei unterscheidet sich das Gewicht der Köder enorm.

Tabelle (Köder, Länge und Wurfgewicht)

Name Köder Wurfgewicht Länge
Leichtes Schleppen Gummifisch, Spinner & kleine Wobbler 50-80g 2,70-3,00m
Schleppen Gummifisch, Spinner & mittlere Wobbler 70-120g 2,70-3,00m
Twitchen Große Wobbler 80-100g 2,00-2,50m
Jerken Jerkbaits 100-150g 1,80-2,20m
Köderfisch Rotauge, Makrele & Fischfetzen 75-100g 3,60m

 

Allround Hechtruten

Für die meisten Angler reicht eine Allround Hechtrute vollkommen aus. Man kann damit alle wichtigen Angeltechniken abdecken. Wem das Hechtangeln große Freude bereitet, der kann später auf speziellere Hechtruten aufrüsten. Zum Beispiel gibt es Jerkbaitruten. Diese sind spezielle für Jerkbaits entwickelt, müssen aber in Kombination mit einer Mulitirolle gefischt werden.

Jeder, der mit mittleren Gummifischen, Wobblern und Spinnern auf Hecht angelt, wird mit einer Allround Hechtrute zufrieden sein. Auch wir sind durch den Hechtruten Test und dem Vergleich einiger Modelle zum Entschluss gekommen eine mehrfach einsetzbare Hechtrute zu wählen.

Der Vorteil ist, dass man sich an die Bedingungen am Angeltag anpassen kann. Läuft der Gummifisch nicht gut, kann man direkt zum Spinner oder Wobbler wechseln ohne eine andere Hechtrute mitschleppen zu müssen.

Zudem kann man mit einer solchen Hechtrute auch mal auf andere Raubfische jagen. Zum Beispiel dicke Barsche, Döbel oder Zander. Beim Zander legen wir dir jedoch ans Herz dir lieber eine richtige Zanderrute zu kaufen. Eine Allround Hechtrute würde ich nur im Notfall auf Zander verwenden.

Mit Köderfisch auf Hecht

Da man beim Angeln mit Köderfisch nicht aktiv den Köder führen muss, gelten auch ganz andere Regeln bei der Rutenwahl. Im Prinzip nutzt man dieselben Ruten wie beim Karpfenangeln (wird von vielen Hechtanglern so gemacht). Es gibt zwar Hechtruten für Ködefische, jedoch können diese preislich kaum mithalten. Wer schon eine Karpfen Rute hat, der kann diese als Hechtrute verwenden. Alternativ kann man sich auch extra eine solche Rute zulegen.

(Tabelle]

Material von Hechtruten

Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten woraus eine Hechtrute bestehen kann. Entweder Glasfaser oder Carbon. Der erste Unterschied liegt im Preis. Carbon ist deutlich teurer als Glasfaser. Dafür wiegt es nicht viel und ist kaum zerstörbar. Das Gewicht kann vor allem bei Spinnruten wichtig sein, da man ständig neu auswirft.

Der Vorteil von Glasfasern ist, dass sie deutlich flexibler sind. Im Drill können preisgünstige Glasfiber Ruten eine deutlich bessere Aktion an der Tag bringen. Bei Hechtruten wählt man generell steifere Modelle, da man schwere Köder weit werfen muss. Da wird eine weiche Aktion wenig bringen.

Die Kombination aus beiden Materialien ist auch möglich. Somit bietet die Hechtrute genügend steife durch das Carbon und genug Aktion durch die Glasfaser.

Wie viel darf man für eine Hechtrute ausgeben?

Generell sollte man für die erste Hechrute ca. 50-100€ ausgeben. Alles was unter 50€ kostet kann man fast schon vergessen. Es muss nur einmal ein etwas größerer Hecht beißen oder der Köder muss nur einmal bei Auswerfen hängen bleiben und die Rute ist gebrochen. Wir haben uns im Hechtruten Test dazu entschieden nur Modelle zu wählen, mit denen man langfristig Fangerfolge erzielt.

Im 2. Preissekment bewegt man sich zwischen 100-200€. Hier reden wir von Hechtruten, die vor allem auf Großhecht eingesetzt werden. Wer einen Angelurlaub plant oder generell viel auf Hecht fischt, sollte sich füher oder später eine Hechtrute der oberen Preisklasse besorgen. Das Drillen macht mehr Spaß, der Köderkontakt ist besser und man muss sich beim Auswerfen keine Sorgen machen. In dem Hechtruten Test wurden solche Modelle weniger beachtet, da sie generell selterner sind und vor allem sich von der Qualität kaum unterscheiden. Für einen solchen Preis bekommt man von den meisten Herstellern wirklich gute Ruten.

Hechtruten Oberklasse (Im Freiwasser auf Großhecht)

-beste Qualität, bestes Material, bei Beschädigungen sofortiger Austausch

-problemloses werfen mit schweren Jerkbaits (auch vom Boot)

Marken: Westin, Fox Range, Berkley, Sportex, Savage Gear, Shimano (erst ab 130€) und Illex