Karpfen Steckbrief


Allgemeines zum Karpfen

Der Karpfen ist ein Schwarmtier, welcher zwischen 30 und 120 cm groß werden kann. Er kann bis zu 35 kg wiegen und wird bis zu 40 Jahre alt. Der Karpfen ist tag- und nachtaktiv und seinen natürlichen Feinden sind Raubfische (Heckt, Barsch, Zander und co.), Reiher und Kormorane.
Man unterscheidet meist zwischen vier verschiedenen Typen:
– Schuppenkarpfen: vollständiges Schuppenkleid
Zeilkarpfen: besitzen nur ein bis zwei Reihen von Schuppen
Spiegelkarpfen: an einzelnen Stellen Schuppen (meist goldig)
Leder-/Nacktkarpfen: schuppenlos
Für mehr Informationen zu Karpfenarten.


Aussehen eines Karpfens

Schuppenkarpfen

Ein Wildkarpfe hat einen mit Schuppen lang gestreckten Körper, welcher jeweils zwei Brust-und Bauchflossen besitzt. Diese Flossen könnten rötlich sein. Dazu hat der Karpfen eine tief eingekerbte Schwanzflosse. Meistens hat der Rücken eine dunklere Farbe. Dadurch ist der Karpfen am Grund schlechter für seinen Feinde zu erkennen. Sein Bauch und seine Seiten hingegen sind gelblich/goldig.
Der Kopf des Karpfens hat eine kegelförmige Form und der Karpfen besitzt kleine Augen. Zudem kommt noch eine dicke Lippe und noch ein zum Rüssel ausstülpbares Maul, welches mit vier Barteln ausgestattet ist. Die zwei obigen Barteln sind kürzer als die Unteren.


Aufbau und Organe des Karpfens

Um einen Karpfen zu fangen müssen wir uns erstmal mit dem Aufbau und mit den Organen des Karpfens beschäftigen. Ich zeige dir nur die Organe, die für einen Angler wichtig sind.

Der Rüssel

Beginnen wir mit der Nahrungsaufnahme. Der Karpfen saugt vom Grund des Bodens mit seinem Rüssel das Futter auf. Den Rüssel kann er vorstrecken und ganz leicht nach links und rechts bewegen. Somit kann der den Schlamm aufwühlen und sich die Nahrung raussuchen.
Das wichtige für den Angler ist die Saugkraft. Wenn der Karpfen das Futter unter den Rüssel bekommt, saugt er sehr stark alles ins Maul. Dort filtert er dann zwischen Nahrung und Dreck. Den Dreck spuckt er wieder aus.
Genau das machen wir uns später zum Vorteil, denn der Karpfen saugt unseren Köder auf und will ihn dann wieder ausspucken, doch unser Haken wir das verhindern und bleibt im Maul stecken.

Schlund Zähne

Der Karpfen hat nicht wie so mach andere Fische seine Zähle im Maul, sondern mitten in seinem Körper. Er schluckt alles runter und zerkleinert dies erst später kurz vor dem Magen. Diese Schlund Zähne sind sehr robust, wodurch der Karpfen auch ganze Muscheln fressen kann. Der Vorteil für den Angler ist, dass das Zerkleinern der Nahrung relativ laut ist. Der Mensch kann dies zwar nicht hören, jedoch andere Fische schon.
Wenn ein anderer Fisch hört, dass ein Karpfen Futter im Magen zerkleinert, kommt er auch und möchte natürlich auch etwas vom Futter haben. Somit locken sich Fische gegenseitig an.
Generell ist das zwar nicht so wichtig, da Krapfen selten alleine unterwegs sind. Sie sind meistens in Gruppen von 5-6 anderen Karpfen auf Nahrungssuche. Größere Karpfen sind eher die Alleingänger und schwimmen entweder alleine oder mit 1-2 anderen Karpfen.

Seitenlinienorgan

Der Karpfen hat ein sogenanntes Seitenlinienorgan, wodurch er sehr genau Vibrationen wahrnehmen kann. Daher sollte man sich an seinem Angelplatz ruhig verhalten, um so wenig wie möglich aufzufallen, denn der Karpfen ist ein scheues Tier. Genau dasselbe ist es mit dem Gehör. Wer auf seinem Angelplatz Lärm macht, kann den Karpfen verjagen. Noch schlimmer ist es, wenn man Steine oder andere Gegenstände ins Wasser wirft. Dies ist übrigens bei allen Fischarten der Fall und eine Grundregel für jeden Angler.


Lebensraum/Vorkommen

Karpfen lebensraum

Die Ursprünge des Karpfens lagen im Schwarzen und kaspischen Meer, gelang der Karpfen nach der letzten Eiszeit über die Donau nach Europa. Zusätzlich wurde er von den Mönchen und durch ihre Teichwirtschaft in Mitteleuropa weiter verbreitet.
Wenn du jetzt auf der Suche nach Karpfen bist, dann solltest du vor allem in warmen, stehende und langsam fließende Gewässer suchen. Zusätzlich sollte der Grund schlammig/steinig sein und das Ufer sollte bewachsen sein. Mehr zum Vorkommen: Lebensraum des Karpfens
Wichtig zu wissen: Da Karpfen wechselwarme Tiere sind, fallen sie auch in eine Kältestarre. Bei dieser fahren sie ihre Lebensfunktionen so weit runter wie es nur geht, sodass sie auch ein einfrieren des Teiches überleben können und sie drängen sich eng an andere Karpfen an. Somit lohnt es sich nicht im extremen Winter Karpfen zu angeln, da diese sich wie gesagt in einer Kältestarre fallen.


Nahrung des Karpfens

In diesem Teil werde ich dir nur die Grundlegenden Dinge sagen, falls du mehr zu Karpfen Nahrung wissen möchtest findest lese dir hier meinen ausführlichen Artikel dazu durch.

Der Karpfen ist kurz gesagt ein Allesfresser. Er frisst wenn er klein ist Zooplankton, später Insekten, Würmer und Pflanzen. Diese befinde sich meist im schlammigen Grund, welches er deshalb mit seinem Maul durchsuchen muss. Auch kann der Karpfen schwimmendes Futter von der Wasseroberfläche schnappen, indem er aus dem Wasser raus springt oder sein Maul raus streckt.


Vermehrung/Fortpflanzung

Die Zeit, wo sich Karpfen fortpflanzen können, liegt zwischen März und Juni. In dieser Zeit legt das Weibchen (Rogner) bis zu 1,5 mio. kleine Eier (Roger) in einen seichten Teil des Gewässers ab. Das Männchen befruchtet diese, indem er seine Samen in der Nähe der Eier abgibt. Nach einer Woche entstehen aus den Eiern kleine Fische, welche in drei Jahren Geschlechtsreif sind, um das gleiche zu wiederholen.
Es kann aber zu Unregelmäßigkeiten der Fortpflanzung in der freien Natur kommen, denn zum fortpflanzen muss das Wasser mindestens 18 Grad haben.