Spinnfischen auf Hecht

spinnfischen auf hecht
Hecht beim Spinnfischen gefangen von Max Straube

Das Spinnfischen auf Hecht ist einer der spannendsten Angelarten überhaupt. Nicht ohne Grund gibt es einen so großen Markt um das Hechtangeln. In diesem Artikel zeige ich dir alle wichtigen Elemente des Spinnfischens auf Hecht.

Wie fängt man Hechte beim Spinnfischen?

Das Spinnfischen auf Hecht ist eine aktive Angelmethode. Der Köder (meistens ein Kunstköder) wird mehrmals ausgeworfen und eingeholt. Die möglichen Köder sind: Gummifische, Wobbler, Spinner oder Jerkbaits. Diese täuschen dem Hecht vor, dass ein verletzter Fisch durch das Wasser schwimmt. Ein verletzter Fisch ist für den Hecht leichte Beute. Wenn dieser den Köder schnappt, schlägt der Angler an und der Haken setzt sich im Maul fest.
Bei Spinnfischen auf Hecht wird genau so ein verletzter Fisch imitiert. Dennoch unterscheidet man von 2 verschiedenen Arten des Spinnfischens.

Die 2 Arten des Spinnfischens auf Hecht

hechtangeln mit spinnködern

Eine Art des Spinnfischens ist das aggressive erzeugen eines Reizes. Egal ob der Hecht gerade auf der Jagd ist, es wird durch knallige Farben und lauten Geräuschen dazu gebracht den Köder zu schnappen. Mit dieser Art und Weise kann man vor allem an eher ruhigeren Tagen Hechte überlisten.
Die zweitere Art ist die eher natürlichere Art des Hechtangelns. Man setzt dezente Köder mit natürlichen Farben ein. Auch die Bewegungen des Köders sind eher natürlich und erzeugen wenig Druckwellen Unterwasser. Der Hecht schnappt nur zu, wenn es wirklich auf Beutejagt ist.

Richtige Hot Spots bei Spinnfischen

Grundsätzlich muss man die Angelstellen anhand der Gewässerart unterscheiden. Für spezielle Gewässerarten haben wir extra Beiträge angefertigt.
Hechtangeln am See
Wichtig ist, dass wir auf der Suche nach Hot Spots ständig unsere Position wechseln. Man redet vom sogenannten „Abfischen“. Von jeder Stelle aus werden in alle Richtungen Würfe gemacht (am besten 10–20 Würfe pro Richtung).
Hechte kann man auch zu einem Biss reizen, indem man ihm mehrmals denselben Köder vor die Nase hält (eher im Sommer). Daher gibt es eine Grundregel: Geduld. Man wird nicht sofort die besten Stellen finden. Hat man jedoch eine Stelle, so sollte man sich diese auf jeden Fall merken. Dort wird man an anderen Tage hohe Chancen haben erneut zu fangen.
Auch kann am bei Auswerfen immer wieder eine andere Einholtechnik verwenden.

Beispiel:
1. Position: 5 Mal langsam Einholen, 5 Mal schnell Einholen und danach 5 Mal schnell mit großen Pausen

Je nach Erfolg kann man sich dann auf eine Methode einstellen und diese am gesamten Gewässer verwenden. Wichtig sind noch die Fehlbisse. Sollte der Hecht den Köder schnappen, ohne das der Haken sich im Maul festsetzt, nennt man dies einen Fehlbiss. In einem solchen Fall unbedingt noch mehrmals auf diese Stelle werfen. Oft beißt der Hecht genau dann ein zweites Mal.

Köder beim Spinnfischen auf Hecht

spinnfischen köder wobbler gummifisch

Die Köderwahl kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Grundsätzlich gibt es einige Regeln bei der Auswahl der Farben. Ist das Wasser trüb kann man knallige Farben einsetzten, da diese Unterwasser besser zu erkennen sind. Auch sollte man besonders an neuen Gewässern erstmal mit dezenten Farben (grün, schwarz, braun oder grau) beginnen und sich dann auf intensivere Farben (rot, gelb oder pink) steigern.

jerkbait für hachtangeln

Auch ein Jerkbait zählt zu den top Hechtködern. Auf einen Jerkbait kann man vor allem kapitale Hechte erwarten. Für Einsteiger ist der Köder jedoch eher weniger geeignet, da man dafür eine spezielle Rolle benötigt. Auch ist die Führung nicht ganz einfach. Beherrscht man diese Technik kann das Hechtangeln zu einem noch besseren Erlebnis werden.

Anpassung der Hechtköder

Man schaut sich an welche Weißfische im Gewässer am häufigsten vertreten sind. Hat das Gewässer viele Rotaugen sollte man seinen Köder genau dieser Farbe und Größe anpassen. Der Hecht verwechselt somit den Kunstköder mit einem echten Fisch.
Ist das Gewässer trüb und die Hechte nicht in Beisslaune kann man offensiver vorgehen. Hat man Barsche im Gewässer kann man ideal knallrote oder knallgrüne Köder verwenden. Diese täuschen einen Barsch vor, der mit seinen Farben vollkommen überreizt und somit den Jagtinstinkt des Hechtes verstärkt.

spinner für spnnfischen

Bei vielen kleinen Beutefischen (wie Rotaugen oder Barsche) lohnt es sich, mal die schon fast vergessenen Spinner aus der Angelkoffer zu holen. Mit Spinnern wird man nicht die größten Hechte angeln, kann aber dennoch viel Spaß machen. Unterwasser macht der Spinner eine Druckwelle, die von der Art und Weise nicht mit Wobblern zu vergleichen ist. Wenn am eigenen Gewässer viel mit Wobber oder Jerks gefischt wird, kann ein Spinner den entscheidenden Unterschied machen.

Ausrüstung beim Spinnfischen

Neben Rute, Rolle und Schnur gibt es speziell beim Hechtangeln noch einige weitere Bestandteile, zum Beispiel der Handschuh. Einen Hecht landet man in der Regeln mit der Hand (Kiemengriff). Die Zähne des Hechtes sind sehr schaft, daher sollte man sich mit Handschuhen schützen. Zudem ist der Hecht beim hochheben nicht so glitschig. Auch wenn man in der Regel des Kiemengriff durchführt sollte man immer einen Kescher dabei haben. Hierfür gibt es extra Hechtkescher. Beißt mal ein 1 Meter Hecht bekommt man mit einer Handlandung schnell Probleme.

Auch ein Pflasterset gehört zur Grundausstattung eines jeden Hechtanglers. Vor allem beim Entfernen des Köders schneiden sich viele Angler die Hände auf. Eine offene Wunde am Wasser ist nicht nur störend beim Angeln, sondern auch gefährlich. Schnell können Bakterien vom Fisch oder von Verschmutzungen in den eigenen Blutkreislauf gelangen. Daher entweder Handschuhe tragen oder mit Pflastern gesichert sein. Handschuhe haben den schönen Vorteil, dass sie im Winter die Hände warm halten. Das kann die Stimmung beim Hechtangeln deutlich verbessern.